Buchbeschreibung
Was, wenn ein Preischart mehr ist als eine Aufzeichnung vergangener Bewegungen? Was, wenn er auch als strukturiertes Feld untersucht werden kann, das messbare Hinweise auf entgegengesetzte Marktkräfte enthält?
Die Titov-Theorie der Marktkräfte stellt ein neuartiges Rahmenwerk zur Untersuchung des Preisverhaltens an den Finanzmärkten vor. Statt mit Prognosen, Handelssignalen oder geläufigen bullischen und bärischen Einordnungen beginnt die Theorie mit der Beobachtung: wie der Preis innerhalb eines definierten Analyseraums um einen ausgewählten Referenzpreis reagiert.
Konstantin Titov schlägt vor, die sichtbare Struktur abgeschlossener Kerzen in unterschiedliche Formen von Hinweisen zu unterteilen. Die Ausdehnungen der Kerzen stehen für die direktionale Interaktion, während die Kerzenkörper das vom Markt beibehaltene direktionale Ergebnis darstellen. Aus dieser Unterscheidung ergeben sich vier primäre Messgrößen:
Titov Ascendant Force
Titov Descendant Force
Titov Ascendant Result
Titov Descendant Result
Das Buch entwickelt rund um diese Größen ein neues analytisches Vokabular und eine vollständige konzeptionelle Architektur. Es führt den Titov Uchaf Sector oberhalb des Referenzpreises und den Titov Isaf Sector unterhalb des Referenzpreises ein. In die Messung eines Sektors werden nur Preisereignisse einbezogen, deren gesamte Spanne innerhalb des definierten Sektors liegt. Dadurch können verschiedene Forscher dieselben Regeln konsistent anwenden.
Mithilfe dieses Rahmenwerks lässt sich der Markt anhand von Kräftegleichgewicht, direktionalem Ergebnis, Evidenzdichte, Übereinstimmung zwischen Sektoren, Kraftumwandlung, Effizienz, räumlicher Verteilung und multiskaliger Konkordanz untersuchen. Eine große gemessene Kraft kann mit nur geringer beibehaltener Bewegung einhergehen. Eine vergleichsweise geringe Kraft kann mit einem erheblichen Ergebnis verbunden sein. Ähnliche Ergebnisse können somit aus sehr unterschiedlichen inneren Feldstrukturen hervorgehen.
Dieser Band stellt die Theorie nicht als Versprechen künftiger Preisbewegungen oder finanzieller Ergebnisse dar. Sein Zweck besteht darin, einen neuen Analysegegenstand zu definieren, eine eigenständige Terminologie zu etablieren und eine strukturierte Grundlage für Messung, Replikation, Kritik und empirische Prüfung bereitzustellen.
Die Titov-Theorie der Marktkräfte richtet sich an Trader, Marktforscher, quantitative Analysten, Finanztheoretiker und Entwickler analytischer Systeme und eröffnet eine andere Perspektive auf den Chart:
nicht nur als Historie bisheriger Preisbewegungen, sondern als gegenwärtiges Feld beobachtbarer Reaktionen.
Dies ist Band I von The Titov Science of Market Forces, einer dreibändigen Reihe, die von der Theorie über die Messung bis zur praktischen Anwendung führt.